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Die Theologie des Renouveau catholique

Glaubensreflexion französischer Schriftsteller in der Moderne- am Beispiel von Georges Bernanos und François Mauriac

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Veit Konrad André Neumann

Die Revolution von 1789 sowie die folgenden Jahrzehnte verdrängen die Katholiken aus der französischen Gesellschaft. In Treue zu ihrem Glauben finden sie eigene Wege der Darstellung und Mitwirkung, so dass der Ausschluss nach 1945 überwunden ist. Auch in kulturell-literarischer Hinsicht trägt die Katholiken das Bewusstsein der Einzigartigkeit ihres Glaubens, trägt sie der Renouveau catholique. Wie aber ist diese Selbstbehauptung in der Moderne strukturiert? Die Arbeit systematisiert die zahlreichen Dimensionen dieser spannungsgeladenen Aufbruchbewegung und untersucht ihre theologischen Grundierungen. Kontinuitäten und Brüche erscheinen anhand der Werke der Schriftsteller Georges Bernanos (1888-1948) und François Mauriac (1885-1970). Beide verbinden exemplarisch die Treue zur heiligen Kirche mit dem Weg souveräner Freiheitsliebe in katastrophalen weltpolitischen Jahrzehnten – ein bisher kaum bekanntes Stück Kirchen- und Kulturgeschichte auf dem Weg zum Zweiten Vatikanischen Konzil.
Aus dem Inhalt: Eine bislang unbekannte Zusammenschau wichtiger theologischer Anliegen, die die Werke der Schriftsteller prägen – Darstellung der geschichtlichen Bedingungen des Renouveau catholique und seiner «Familienähnlichkeiten» – Auseinandersetzung mit der inneren Struktur der Bewegung glaubensbewusster Schriftsteller – Analyse von Glaube und Individualität zweier Schriftsteller - des Monarchisten Georges Bernanos sowie des Bourgeois François Mauriac.