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Die Geschäftsführung ohne Auftrag als Anspruchsgrundlage bei gescheiterten Verträgen

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Tobias Hader

Nach der Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs kann auf die Regeln der Geschäftsführung ohne Auftrag zurückgegriffen werden, wenn sich ein Vertrag mit Geschäftsbesorgungscharakter als nichtig erweist bzw. wenn sich der Geschäftsführer irrtümlich zur Geschäftsführung für verpflichtet hielt. Im Mittelpunkt der Arbeit steht die kritische Auseinandersetzung mit dieser Rechtsprechung. Nach einer Auslegung der §§ 677 ff. BGB unter Heranziehung der klassischen Methodenlehre kommt der Autor zu dem Ergebnis, daß die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu gescheiterten Verträgen mit Geschäftsbesorgungscharakter in weiten Teilen gegen anerkannte Wertungszusammenhänge des Zivilrechts verstößt. In diesem Zusammenhang wird gleichzeitig aufgezeigt, daß sich wertungs- und interessengerechte Ergebnisse auch ohne den Rückgriff auf die §§ 677 ff. BGB erzielen lassen.
Aus dem Inhalt: Gescheiterte Verträge mit Geschäftsbesorgungscharakter in der Rechtsprechung – Die rechtsgeschichtliche Entwicklung der Geschäftsführung ohne Auftrag – Gescheiterte Verträge im Tatbestand der Geschäftsführung ohne Auftrag – Einbeziehung von Wertungen außerhalb der Geschäftsführung ohne Auftrag – Die Geschäftsführung ohne Auftrag im bereicherungsrechtlichen Dreiecksverhältnis.