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Land ist unser Leben

Galiläische Dörfer im Nahostkonflikt

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Universität Münster

Auf der Basis einer langjährigen teilnehmenden Beobachtung und umfassender soziographischer Analysen von drei palästinensischen Dörfern in Galiläa/Israel ( c Ibillīn-Mi c ilyā-Al-Ğiš) stellt die vorliegende Studie die konfessionelle und sozialstrukturelle Komplexität dieser Dörfer dar. Sie verdeutlicht die wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Probleme der palästinensisch-arabischen Minorität in Israel. Die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Arabern und Juden können nicht als zufälliges Ergebnis einer historischen Entwicklung betrachtet werden, sondern sind durch eine strukturelle Ungleichheit bedingt. Die Dorstudien sind auf die Analyse von Konflikten und Konfliktverhalten angelegt, wobei die Landfrage den wesentlichen Bezugspunkt für interne und externe Konflikte darstellt. Aufgrund der hier vorgenommenen Analyse der israelischen Siedlungspolitik anhand von Landkonfiskationen kann diese Studie als ein exemplarisches Dokument zum Verständnis des israelisch-arabischen Konflikts betrachtet werden. Neben der Nachzeichnung der Konflikte in den Dörfern und mit israelischen Institutionen wird die erstaunliche Versöhnungsbereitschaft der grossen Mehrheit der Befragten dokumentiert und ein Appell zur Mitverantwortung zum Ausdruck gebracht.
Aus dem Inhalt: Als Deutsche konfrontiert mit dem Problem der palästinensischen Minorität in Israel - Konfliktformationen in cIbillīn-Mi cilyā-Al-Ğiš - Struktur und Organisation der Familien - Schulwesen und Bildungssituation - Heterogenität der Religions- und Konfessionsgruppen - Das Landproblem - Potentiale der Emanzipation - Zwischen Vergebung, Vertrauen und Versöhnung: Entscheidungen zwischen Rache und Vergebung.