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Die Funktion des Begriffs «Unglücksfall» bei der unterlassenen Hilfeleistung unter Berücksichtigung spezieller inhaltlicher Problemfelder

Ein Beitrag zum personalen Verhaltensunrecht und zum Erfolgssachverhalt des § 323c StGB

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Martin Schmitz

Diese Abhandlung befasst sich mit der Frage der Funktion des Begriffs Unglücksfall bei der unterlassenen Hilfeleistung und der mit dieser Frage verbundenen Reichweite einer möglichen Sanktionierung. Den Ansatzpunkt der Problemlösung stellen die Struktur und die Funktion der Straftatbestände dar. Bei einer notwendigen Differenzierung von Verhaltens- und Sanktionsnorm zeigt sich, dass das Merkmal Unglücksfall für beide Normtypen eine eigenständige Funktion aufweist. Im Rahmen der strafbewehrten Verhaltensnorm bestimmt es die Reichweite der strafbewehrten Hilfepflicht. Im Rahmen der Sanktionsnorm fungiert es als fehlverhaltenfolgengleiches Sanktionskriterium. Neben dieser Hauptproblematik befasst sich die Arbeit mit speziellen inhaltlichen Problemfeldern wie der Erfassung bloßer Sachgefahren oder der Erfassung freiverantwortlicher Suizide durch das Merkmal Unglücksfall.
Aus dem Inhalt: Geschütztes Rechtsgut des § 323c StGB – Gesetzliche Merkmale – Funktion des Merkmals Unglücksfall – Doppelfunktion – Richtige Perspektive zur Bestimmung des Merkmals Unglücksfall – Struktur der Strafrechtsnormen – Perspektivische Betrachtung von Verhaltens- und Sanktionsnorm – Inhalt des Merkmals Unglücksfall.