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«God i tok long yumi long Tok Pisin»

Eine Betrachtung der Bibelübersetzung in Tok Pisin vor dem Hintergrund der sprachlichen Identität eines Papua-Neuguinea zwischen Tradition und Moderne

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Timo Lothmann

Diese Arbeit präsentiert die detaillierte Analyse des wichtigsten Meilensteins der Tok Pisin-Literatur, des Buk Baibel. Tok Pisin, eine Pidgin- beziehungsweise Kreolsprache Papua-Neuguineas, hat durch jene Bibelübersetzung eine signifikante Statuserhöhung erfahren. Aber wie wird diese Option genutzt? Wird das Buk Baibel den selbstauferlegten hohen Ansprüchen bezüglich Funktionalität und Standardisierung der verwendeten Sprachvarietät gerecht? Wie konsequent und zielgruppenrelevant wurde bei der Übertragung der ideologisch und kulturspezifisch geprägten Quellen vorgegangen? Ein Einblick in die kirchliche Praxis und die Netzwerke vor Ort verdeutlicht die Haltung der sozial stratifizierten Sprechergruppen zu ihrem Tok Pisin. Doch der Fortbestand ist gefährdet – omnipräsente Anglisierungsprozesse bestimmen die postkoloniale Identitätssuche. Dabei fungieren Missionare und Bibelübersetzer als Brückenbauer zwischen diametralen Welten. Das enthaltene Wörterbuch auf Basis des verwendeten Textkorpus erleichtert den Zugang zum Faszinosum Tok Pisin.
Aus dem Inhalt: Pidgin- und Kreolsprachen (Zyklus und Entstehungstheorien) – Entwicklung des Tok Pisin – Christentum in Papua-Neuguinea – Die Bibelübersetzung in Tok Pisin (Standardisierung, Korpusanalyse lexischer und grammatikalischer Merkmale, interkulturelle Problemfelder) – Beispiele aus kirchlicher Praxis – Medien und Politik – Wörterbuch Tok Pisin - Deutsch.