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Manuel Chrysoloras (ca. 1350-1415)

Eine Biographie des byzantinischen Intellektuellen vor dem Hintergrund der hellenistischen Studien in der italienischen Renaissance

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Lydia Thorn Wickert

In seiner Eigenschaft als Bildungsbewegung eher denn als strenge Wissenschaftsdisziplin begünstigte der Humanismus der frühen Neuzeit vielfältige Idealisierungen der historischen und soziokulturellen Zusammenhänge und der Persönlichkeitsdarstellungen der Epoche. Diese interdisziplinäre Studie über Manuel Chrysoloras liefert eine umfassende Biographie des Intellektuellen unter Berücksichtigung seines professionellen Wirkens in Italien, eine detaillierte Bestandsaufnahme der von ihm aus Konstantinopel exportierten Kulturgüter in Form von kostbaren Handschriften und linguistischer Lehrmethode sowie eine Darstellung seiner diplomatischen Mission zu den westeuropäischen Fürstenhöfen und zur päpstlichen Kurie. Es ergaben sich wesentliche Korrekturen am allgemein anerkannten, ja verklärten Gelehrtenbild, das in Manuel Chrysoloras in erster Linie den Pionier der griechischen Philologie im neuzeitlichen Westeuropa erblickt.
Der Titel liefert Hintergrundinformationen zur Regensburger Vorlesung von Papst Benedikt XVI sowie zu den Verhandlungen um den EU-Beitritt der Türkei.
Aus dem Inhalt: Biographie des Manuel Chrysoloras – Die politischen Verhältnisse in Konstantinopel fünfzig Jahre vor Reichsende – Darstellung der soziokulturellen Situation in Florenz, die zur Einrichtung des Lehrstuhls für Griechisch am Generalstudium führte – Personelle Zusammensetzung der Griechischklasse – Bibliothek des Chrysoloras – Transfer kostbarer Handschriften nach Italien – Eigene Grammatikschrift mit Neuordnung der Deklinationsklassen.