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Die Mediatisierung der Grafschaft Wertheim

Der juristische Kampf eines kleinen Reichsstandes gegen den Verlust der Landesherrschaft und seine Folgen

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Sven Christian Gläser

Die Rheinbundakte vom 12. Juli 1806 besiegelte neben dem Untergang des Alten Reichs das Ende von rund 70 kleinen Reichsständen, darunter auch der Grafschaft Wertheim. Ein Teil fiel Baden, der andere nach einem Intermezzo fürstprimatischer Herrschaft Bayern zu. In der Folge entspann sich ein heftiger Streit über Art und Umfang der den ehemaligen Landesherren – nunmehr Standesherren – durch die Akte belassenen Rechte. Besonders hervor taten sich die Fürsten und Grafen zu Löwenstein-Wertheim, die in der Zeit des Deutschen Bundes in zahlreichen Eingaben und Beschwerden ihre Argumente vortrugen. Die Arbeit will diesen weitgehend erfolglosen juristischen Kampf dokumentieren, in den Zusammenhang der damaligen staatsrechtlichen Diskussion stellen und rechtshistorisch bewerten.
Aus dem Inhalt: Verfassung und Verwaltung im Alten Reich – Die Folgen des Reichdeputationshauptschlusses – Der Untergang des Alten Reichs und die Mediatisierung der Grafschaft – Die Rheinbundakte als Rechtsgrundlage für die Mediatisierung – Die Integration in die souveränen Staaten – Die Auseinandersetzungen während der Rheinbundzeit – Die damalige staatsrechtliche Diskussion – Der Wiener Kongreß und seine Folgen – Die Auseinandersetzungen während des Vormärzes – Der standesherrliche Status und die Grafschaft unter souveräner Oberhoheit.