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Sächsische Landkirchen zwischen Barock und Historismus

Die Kirchenbauten von Christian Friedrich Uhlig (1774-1848)

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Stefan Thiele

Im Gegensatz zu den professionellen sächsischen Architekten des 18. und 19. Jahrhunderts finden die zahlreichen ländlichen Handwerksmeister nur wenig Beachtung. Dabei haben gerade diese entscheidenden Anteil an der Weiterführung der protestantischen Gemeindekirche bis etwa 1860. Der bedeutendste unter ihnen ist der Zimmermeister Christian Friedrich Uhlig aus Altenhain bei Chemnitz. Nach seinen Plänen wurden zwischen 1820 und 1850 im Erzgebirge und seinem Vorland insgesamt 12 Kirchen errichtet. Konzeptionell stehen sie mit umlaufenden Emporen und Kanzelaltar in der Tradition der barocken Predigtkirche; architekturgeschichtlich spannen sie den Bogen vom Barock über klassizistische Elemente hin zu historisierenden Formen. Die Untersuchung widmet sich neben Leben und Werk Christian Friedrich Uhligs, vor allem der eingehenden Beschreibung seiner Sakralbauten und ihres architektur- und kirchengeschichtlichen Kontextes. Dabei wird versucht, das Charakteristische an Uhligs Handschrift herauszuarbeiten und seinen gewichtigen Beitrag zum sächsischen Kirchenbau im 19. Jahrhundert wieder stärker ins Bewusstsein zu rücken.
Aus dem Inhalt: Situation in Sachsen zu Beginn des 19. Jahrhunderts und ihre Auswirkung auf den Kirchenbau – Lebensweg und Wirken Ch. F. Uhligs – Zur Verankerung des Uhligschen Œuvres im spätbarocken Kirchenbau Sachsens – Tendenzen im zeitgenössischen Sakralbau – Die Kirchenbauten Ch. F. Uhligs – Einrichtung und Ausstattung der Uhlig-Kirche – Nachwirkung im sächsischen Kirchenbau von 1840-1860 – Zur architekturgeschichtlichen Bewertung der Bauten Uhligs – Kunstgeschichtliche Würdigung.