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«Ich bleibe nicht mehr über Nacht Schultheiß!»

Die Bewegung gegen die Schultheißen in Württemberg im Frühjahr 1848

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Birgit Bayer

Im Frühjahr 1848 protestierten die Württemberger landesweit gegen ihre Entmündigung und Unterdrückung durch den Staatsapparat und seine Bürokratie. Ziel war der Umsturz der bestehenden bürokratischen Ordnung. Zum Brennpunkt dieses Konflikts wurden die Gemeinden, denn hier trafen Bürokratie und Bevölkerung unmittelbar und häufig mit harten Konsequenzen für den Einzelnen aufeinander. Der Schultheiß als unterster Repräsentant und Vollstrecker der bürokratischen Staatsgewalt vor Ort wurde zum Symbol der Problematik und zum Kern der Auseinandersetzung. Die Bewegung gegen die Schultheißen als Massenphänomen stellt eine württembergische Besonderheit dar.
Aus dem Inhalt: Tradition der politischen Partizipation und Gemeindeselbstverwaltung in Württemberg – Veränderungen unter König Friedrich I. und seinem Sohn Wilhelm I. – Die erste Phase der Revolution 1848 in ihrer Relevanz für die Bewegung gegen die Schultheißen – Die untersuchten Bewegungen in den einzelnen Gemeinden – Analyse und Bewertung des Massenphänomens im Gesamtkontext der württembergischen politischen, staatsrechtlichen und gesellschaftlichen Entwicklung.