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Bedeutung von Appellativa der Nationszugehörigkeit am Beispiel «Deutscher» und «Ausländer»

Eine empirisch-semantische Untersuchung

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Susanne Eva Patzke

Mit dieser Arbeit liegt eine neue, wenngleich von klassischen Ansätzen nicht völlig losgelöste Bedeutungskonzeption vor. Bedeutung gilt als gesellschaftliches Wissen, zunächst als Intension und laienhaftes Wissen über die bezeichneten Dinge auf der Ebene der Gemeinsprache. Im Konfliktfall greift die sprachliche Arbeitsteilung, die auf gesellschaftlicher Arbeitsteilung beruht: die gesamtgesellschaftlichen Zwecken dienende Extensionsfestlegung wird Experten überantwortet. Die Theorie fundiert der empirische Vergleich des Durchschnittssprecherwissens mit den juristischen Definitionen von «Deutscher» und «Ausländer» auf der Basis von Wissensstrukturen. Zu Tage treten hier neben Tabus, Emotionen und Wertungen Bezüge zum völkischen Nationskonstrukt ebenso wie absehbare Fortentwicklungen geltenden Rechts.
Aus dem Inhalt: Entwicklung einer Bedeutungskonzeption – Zur Bedeutung von Appellativa der Nationszugehörigkeit – Zur Bestimmung der Nationszugehörigkeit – Nationszugehörigkeit als Referenzobjekt am Beispiel «Deutscher» und «Ausländer» – Die sprachliche Arbeitsteilung innerhalb der Sprachgemeinschaft – Gemeinsprachliche Gebrauchskontexte von «Deutscher» und «Ausländer» – Juristische Definitionen von «Deutscher» und «Ausländer» – «Deutscher» und «Ausländer»: positiv/negativ bewertende und emotiv geprägte Aspekte der Kategorisierung – «Deutscher»: Bezug zum ethnischen Nationskonzept – «Deutscher»: Subkategorisierung als Homogenitätserhalt – «Deutscher»: Vagheit – «Ausländer»: Vagheit.