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Warum Schüler manchmal nicht lernen

Der Einfluss attraktiver Alternativen auf Lernmotivation und Leistung

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Franziska Dietz

Die Arbeit wurde mit dem Otto-Selz-Preis 2006 der Universität Mannheim ausgezeichnet.
Wovon hängt es ab, ob sich ein Schüler am Nachmittag mit schulischen Aufgaben beschäftigt? Neben der Attraktivität der Lernaufgabe ist die Präsenz weiterer Alternativen ein wichtiger Faktor. Gerade am Nachmittag konkurrieren schulische Aufgaben mit vielfältigen Freizeitangeboten um die Zeit und Aufmerksamkeit der Jugendlichen. In dieser Arbeit geht es um die Frage, wann Jugendliche motivationale Konflikte erleben, die sich negativ auf die Lernleistung auswirken. In einer Reihe von empirischen Studien (zwei Fragebogenstudien, drei Experimente) wird untersucht, von welchen Faktoren es abhängt, ob attraktive Alternativangebote das Lernen beeinträchtigen. Es zeigt sich, dass motivationale Konflikte bereits durch die gedankliche Präsenz einer attraktiven Alternative entstehen können. Negative Beeinträchtigungen können allerdings durch eine Aufwertung der Lerntätigkeit aufgefangen werden.
Aus dem Inhalt: Motivationale Konflikte beim Lernen – Das Phänomen motivationaler Interferenz – Konkurrenz zwischen Lernaufgaben und Freizeitaktivitäten bei Schülern und Studenten – Konflikte in Theorien der Lernmotivation – Selbstregulationstheorien und Handlungskonflikte – Fragebogenstudien zu Konflikten zwischen Lernen und Freizeit Experimente zum Lernen «mit Versuchungen».