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Factory Outlet Stores

Status Quo, Perspektiven und Implikationen für die Hersteller-Handel-Beziehung

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Thomas Feinen

Das Unternehmensumfeld deutscher Bekleidungshersteller und -händler hat sich in den vergangenen Jahren maßgeblich verändert: Die Nachfrage nach Bekleidung geht zurück, der Abverkauf sinkt, und die Lager von Industrie und Handel sind trotz hoher Preisreduzierungen immer wieder überfüllt. Zudem ist auf Letztnachfragerseite eine verstärkte Tendenz zum multioptionalen Kaufverhalten zu erkennen. Um den veränderten Rahmenbedingungen gerecht zu werden, betreiben deutsche Hersteller zunehmend eigene Factory Outlet Stores (FOS), die insbesondere aufgrund intensiver Trading-up-Bestrebungen eine zunehmende Konkurrenz für den klassischen Bekleidungseinzelhandel darstellen. Die Arbeit untersucht die Auswirkungen des Paralleleinsatzes von FOS auf die Beziehung zwischen den Absatzpartnern. Aufbauend auf Ansätzen der Neuen Institutionenökonomik sowie der Interaktionstheorien erfolgen eine Darstellung und Analyse potenzieller Konfliktfelder, die im Rahmen der Empirie einer praktischen Überprüfung unterzogen werden, um anschließend die Ableitung von Handlungsempfehlungen für einen konfliktminimierten Paralleleinsatz von Factory Outlet Stores und dem Bekleidungseinzelhandel zu ermöglichen.
Aus dem Inhalt: Abgrenzung von Factory Outlet Stores (FOS) und Factory Outlet Center (FOC) sowie weiterer Ausprägungen des Direktabsatzes der Bekleidungshersteller – Darstellung der wesentlichen Rahmenbedingungen, Determinanten und Einflussfaktoren für die Entstehung und das Wachstum von FOS und FOC – Motive und Ziele – Einordnung der Beziehungskonstellation zwischen Bekleidungshersteller und Bekleidungseinzelhändler – Untersuchung der Auswirkungen auf die Beziehung durch Paralleleinsatz von FOS und EH – Informationsbeziehung, Rollenbeziehung, Opportunismus, Macht und Abhängigkeit.