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Das Poesiealbum

Studien zu den Variationen einer stereotypen Textsorte

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Jürgen Rossin

Trotz aller Wandlungen in Erziehung und soziokulturellem Umfeld hat das Poesiealbum seit 150 Jahren eine ihm eigene Kontinuität bewahrt, die sich in der ausserordentlichen Textkonstanz dieses literarischen Gesellschaftsspiels widerspiegelt, dessen Tradition vor allem von Mädchen des 3. bis 8. Schuljahrs bis heute gepflegt wird. 60 Alben (d.h. über 2.000 Einzeltexte) liefern das Textkorpus für die sprachliche und inhaltliche Analyse, wobei der Darstellung der Ideal- und Tugendlehre eine besondere Bedeutung zukommt. Den Schluss bildet ein Vergleich von Todesanzeige und Poesiealbum, in dem innere und formale Beziehungen und Parallelen aufgezeigt werden, welche diese Bereiche verbalfolkloristischer Subkultur miteinander verbinden.
Aus dem Inhalt: Versuch einer Definition - Jugendpsychologische Aspekte - Strukturen und Elemente - Sprache - Inhalte (Tugendlehre, Vergänglichkeit, Familie, Schule, Arbeit, Freundschaft, Tod) - Todesanzeige.