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Identity Switch im Cyberspace

Eine Form von Selbstinszenierung

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Silke Roesler

Tatsächlich haben sich die Menschen die Frage nach dem Sein und nach der eigenen Identität zu allen Zeiten gestellt. Im Zeitalter des Cyberspace scheint diese Frage jedoch eine ganz neue Wertigkeit zu erfahren. Das ‘neue’ Medium Internet ermöglicht, mit dem Selbst und der eigenen Identität einfacher und vor allem vielfältiger denn je zu experimentieren und insofern Begrenzungen alltagsweltlicher Lebensbedingungen zu überschreiten. Die Arbeit zeigt, auf welch mannigfaltige Weise Menschen im Cyberspace versuchen, Körpergrenzen zu überschreiten, um das Selbst und die eigene Identität zu modifizieren oder gar zu multiplizieren. Die Arbeit begreift sich als multiperspektivisch angelegten Versuch, das virtuelle Rollenspiel in das Spannungsfeld differierender (psychologischer, soziologischer, philosophischer sowie kommunikations- und informationstechnologischer) Diskurse zu verlegen. Das Verhalten von Menschen in virtuellen Rollenspielen sowie dessen Relevanz für das Leben außerhalb der virtuellen Welt soll einer Kulturanalyse auf der Basis der Cultural Studies unterzogen werden.
Aus dem Inhalt: Identität und Selbstinszenierung im ‘real life’: Historischer Abriss (Vormoderne, Moderne, Postmoderne) – Drei exemplarische Identitätskonzepte (Erik Erikson, Erving Goffman, Anthony Giddens) – Identität und Selbstinszenierung im Cyberspace: Körper, Geschlecht, Spiel oder Wirklichkeit, Sucht, Persönlichkeitsstörung – Zur multiplen Identität im Cyberspace.