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Zwischen Furcht und Bewunderung?

Italienische Haltungen zur neuen deutschen Außenpolitik

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Dörte Dinger

Ein verbaler Schlagabtausch im Europäischen Parlament zwischen dem italienischen Ministerpräsidenten Berlusconi und dem deutschen Europa-Abgeordneten Schulz katapultierte das deutsch-italienische Verhältnis im Juli 2003 für kurze Zeit in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. An diesem Vorfall entzündete sich eine grundlegende Diskussion der bilateralen Beziehungen beider Länder – offensichtlich kulminierte hier ein bereits länger wirkender Entfremdungsprozess. So hat mit dem Ende des Ost-West-Konfliktes in Deutschland ebenso wie in Italien eine außenpolitische Umorientierung begonnen, die für neue Spannungen auch im bilateralen Verhältnis sorgt. Die Arbeit untersucht anhand einer Analyse des italienischen außenpolitischen Expertendiskurses, wie sich italienische Haltungen zur deutschen Außenpolitik seit der Wiedervereinigung geändert haben und fragt nach Auswirkungen und Perspektiven der deutsch-italienischen Beziehungen.
Aus dem Inhalt: Bilaterale Beziehungen im internationalen System – «Haltungen» in den internationalen Beziehungen – Italienische Außenpolitik seit 1945 – Die neue deutsche Außenpolitik seit der Wiedervereinigung – Italienische Haltungen zur neuen deutschen Außenpolitik – Die Wahrnehmung der deutschen Europapolitik – Die Debatten um Auslandseinsätze der Bundeswehr – Haltungen zur deutschen Politik in den Vereinten Nationen – Die Beurteilung der bilateralen Beziehungen – Die Regierungen Kohl/Genscher und Kohl/Kinkel 1990-1998 – Diskussionen anlässlich des Regierungswechsels 1998 – Die Regierungen Schröder/Fischer 1998-2005 – Zwischen Furcht und Bewunderung? Der Diskurs der außenpolitischen Elite Italiens – Perspektiven für die deutsch-italienischen Beziehungen.