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Das Bild Frankreichs und der Franzosen in der neueren québecer Literatur (1941-1982) und seine identitätsbildende Funktion

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Gudrun Föttinger

Für den Zeitraum der Herausbildung einer eigenständigen québecer Literatur wird das Bild Frankreichs und der Franzosen in den Mittelpunkt dieser Studie gestellt. Wie stark sind die kulturellen Bande noch zum ehemaligen Mutterland? Wie sehr ist der Blick nach Frankreich von dem Wunsch nach Anerkennung, von Nostalgie, Projektion und Identitätssuche geprägt? Wie auf einem Oszillographen wird hier das Pendeln zwischen romantischer und idealisierter Frankreichverehrung einerseits und kritischer Entkolonialisierung der québecer Literatur andererseits aufgezeigt. Von der bewußten sprachlichen Abgrenzung durch das Joual über die satirische Überhöhung eines Minderwertigkeitskomplexes, welcher als Hindernis für die eigene Entwicklung entlarvt wird, bis hin zur versöhnlichen Demontage eines ödipalen Mutter-Kind-Komplexes dient das sich somit wandelnde Bild Frankreichs und der Franzosen in der Literatur auch der Schaffung einer kollektiven québecer Identität.
Aus dem Inhalt: Vorurteil, Stereotyp und Klischee – Imagologie – Die Beziehungen zwischen Québec und Frankreich – Identité - Altérité – Vom Abbild zum Vorbild – Vom Selbstbild zur Identität – Frankreich aus québecer Sicht zur Zeit der «Révolution tranquille» – parti pris – Auseinandersetzung mit Frankreich auf der Theaterbühne – Rex Desmarchais – Robert Charbonneau – Marie-Claire Blais – Michel Tremblay – Jean Barbeau – Claude Jasmin.