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Intentionalität als kulturelle Realität

Wittgensteins Philosophie der Psychologie im Kontext von analytischer Philosophie des Geistes und empirischer Psychologie

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Michael Cursio

Die Fortschritte der Naturwissenschaften in der Erforschung des Geistes beeindrucken nicht nur eine breite Öffentlichkeit. Naturalistische Konzepte dominieren auch die Debatten in der Philosophie des Geistes. Die Intentionalität der Person gerät dabei nur in naturwissenschaftlicher Perspektive in den Blick. Die begrifflichen Schwierigkeiten, die damit zusammenhängen, bleiben dabei ebenso unthematisiert wie die methodischen Voraussetzungen empirischer Befunde. Auf der Basis sprachkritischer Überlegungen Wittgensteins, die für die aktuelle Diskussion wieder fruchtbar gemacht werden, entwickelt die Arbeit nicht nur eine grundsätzliche Kritik der ontologischen und wissenschaftstheoretischen Prämissen des Naturalismus. Zugleich wird mit Blick auf von Wright und Bruner ein «kulturalistisches» Verständnis des Mentalen entworfen, das den Brückenschlag zu kulturwissenschaftlichen Ansätzen in der Psychologie ermöglicht.
Aus dem Inhalt: Wittgensteins Philosophie der Psychologie – Kritik des Naturalismus – Intentionalität der sprachlichen Mitteilung – Intentionalität der Handlung und verstehende Handlungserklärung – Die Realität intentionaler Zustände in der Perspektive von Alltagspsychologie, empirischer Wissenschaft und Philosophie des Geistes.