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machen, haben, gehen, kommen

Einige «Passepartout»-Verben im Primärspracherwerb des Deutschen

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Bettina Lange

machen, haben, gehen und kommen werden in dieser empirischen Arbeit als produktive Einheiten des Sprechens Drei- bis Fünfjähriger untersucht. Das Hauptaugenmerk liegt dabei auf dem Zusammenhang zwischen der pragmatischen Verankerung und der syntaktischen Verwendung dieser Verben. Sie werden zu der Gruppe der «Passepartout»-Verben formiert, um damit deutlich zu machen, dass sie als «Universalschlüssel» des Sprechens weniger durch ihre (äußerst plastische) lexikalische Bedeutung als vielmehr durch ihre grammatische Modellfunktion zu verstehen sind. In diesem Zusammenhang wird eine «zweite Phase» des Verberwerbs modelliert, in der es zu einer neuen Produktivität im Gebrauch der Verben kommt.
Aus dem Inhalt: Zum Erwerb von Verben – Grammatikalisierungsforschung – Ontogenetische Grammatikalisierung – Valenztheorie – Analyse der Verben machen, haben, gehen, kommen – Quantitative und qualitative Dimensionen des Verberwerbs – Reorganisationsprozesse und Analogiebildung in der zweiten Phase des Verberwerbs.