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Wahlen zur Ständeversammlung im Königreich Hannover 1848-1866

Wahlrecht, Wahlpolitik, Wahlkämpfe und Wahlentscheidungen

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Sabine Kempf

Im Königreich Hannover war die Verfassungsentwicklung seit 1814 zunächst altständisch geprägt, unterlag dann dem neoständischen Wandel. Sie erhielt 1848 zwar einen Modernisierungsschub, erlitt jedoch mehr als die anderen deutschen Staaten 1855 einen konservativen Rückschlag. Insgesamt kennzeichneten zahlreiche Beschränkungen und erhebliche Regierungseingriffe das Wahlgeschehen im Königreich Hannover von 1848 bis 1866: Das Prinzip der Gesamtrepräsentation wurde ad absurdum geführt. Erst als das politische Bürgertum erkannte, daß nur über eine enge Zusammenarbeit gemeinsame politische Zielsetzungen und eine landesweite Organisationsstruktur Veränderungen in politischer Hinsicht bewirkt werden konnten, wurde eine wesentliche Grundlage für den Einzug der Modernität im Königreich Hannover geschaffen. Unverzichtbar waren dabei die Persönlichkeit Rudolf von Bennigsens und das Wirken der Fortschrittspartei.
Aus dem Inhalt: Das Wahlrecht zur Ständeversammlung im Königreich Hannover in der Verfassung von 1848 und 1855 – Wahlberechtigung und Wahlbeteiligung 1849 bis 1863 – Einflußnahme auf die Wahlen durch die Regierung – Werbung um Wählerstimmen – Politische Ergebnisse der Wahlen 1849 bis 1863.