Show Less
Restricted access

Strafbarkeit des Vorstands der Aktiengesellschaft wegen Untreue

Series:

Henning Loeck

Gesellschaftsrecht und Strafrecht sind über den Untreuetatbestand eng miteinander verwoben. Das entscheidende Kriterium der Verletzung der Vermögensbetreuungspflicht ist aber derart unbestimmt, dass es vernünftigerweise nur an Hand von Fallgruppen erarbeitet werden kann. Eine solche große Fallgruppe ist diejenige der Verletzung der Vermögensfürsorgepflichten des AG-Vorstands. Vorstände bestimmen die wirtschaftliche Tätigkeit der Aktiengesellschaft in hohem Maße eigenständig. Es vermag daher nicht zu verwundern, dass Vorstände deutscher Aktiengesellschaften in den letzten Jahren zunehmend in das Kreuzfeuer öffentlicher Kritik geraten sind und sich immer stärker die berechtigte Frage erhebt, ob ihrer proportional steigenden Vergütung eine adäquate unternehmerische Leistung gegenübersteht. Durch den Blick auf zahlreiche Leitfälle – insbesondere auch solche wie das Mannesmann-Verfahren mit erheblicher Öffentlichkeitswirkung – werden in dieser Arbeit Unterfallgruppen herausgefiltert und kommentierend eingeordnet.
Aus dem Inhalt: Aktienrechtliche Organuntreue – Untreue durch Risiko- und Spekulationsgeschäfte – Aushöhlung/Belastung des Gesellschaftsvermögens durch überhöhte unberechtigte Leistungen – Sonstige Pflichtverletzungen des Vorstands und Untreue – Untreue im Konzern – Bestimmung der Individualverantwortung im Kollegialorgan Vorstand.