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Publikumswerbung für verschreibungspflichtige Arzneimittel

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Fabian Rieß

Seit mehreren Jahren ist die Forderung nach mündigen und eigenverantwortlichen Patienten Gegenstand der gesundheitspolitischen Diskussion. Darüber hinaus werden infolge steigender Arzneimittelzuzahlungen und gekürzter Leistungskataloge aus Patienten zunehmend zahlende Konsumenten. Um diesen neuen Rollen gerecht zu werden, benötigen die Patienten umfassende Informationen über die sie betreffenden Gesundheitsbelange – in diesem Fall Arzneimittel. Die Arbeit untersucht, ob ein generelles Informationsverbot, das es den Arzneimittelherstellern verbietet, die Patienten über ihre verschreibungspflichtigen Produkte zu informieren, heute noch zeitgemäß ist. Es wird gezeigt, welchen Beitrag verbesserte Informationen für Patienten leisten können und wie die Hersteller in die Vermittlung solcher Informationen eingebunden werden sollten. Der Autor analysiert die Situation in verschiedenen Staaten und empfiehlt vor diesem Hintergrund eine Neuregelung des derzeit geltenden Informationsverbotes für verschreibungspflichtige Arzneimittel in Europa.
Aus dem Inhalt: Aktuelle Entwicklungen auf dem Arzneimittelmarkt – Zunehmende Beteiligung der Patienten an den Arzneimittelausgaben – Gewandeltes Patientenbild – Gesteigerter Informationsbedarf der Patienten – Gesetzliches Informationsverbot im Falle verschreibungspflichtiger Arzneimittel – Gründe für eine verstärkte Einbindung der Arzneimittelhersteller in die Vermittlung von Patienteninformationen – Analyse der Informationsmodelle in den USA und Neuseeland – Entwicklung eines Modells zur Neuordnung des europäischen Werberechts im Sinne liberalisierter Informationsmöglichkeiten.