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Zwischen Paradox und Paralogismus

Weltanschauliche Grundzüge einer Kulturkritik in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts am Beispiel August Julius Langbehn

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Bernd Behrendt

August Julius Langbehn (1851-1907) gehört zu den heute fast vergessenen Autoren, die aber dennoch «unterirdisch» weiterzuwirken vermögen. Der «Rembrandtdeutsche», wie ihn sein jahrelanger Begleiter Benedikt Momme Nissen nannte, entwirft in seinem erfolgreichen Buch «Rembrandt als Erzieher» (1890) ein Konzept, das die Einheit von Leben und Arbeit verlangt.
Die Untersuchung stellt sich die Aufgabe, diesen lebensformerischen Ansatz Langbehns als einen repräsentativen auf dem Hintergrund der Kulturkritik um die Jahrhundertwende nicht vorschnell zu diskreditieren, einer Kulturkritik, die auch bei dem «tragischen Mystiker mit dem Ei» die Schlagworte evoziert: Pangermanismus/Im- perialismus, mystische Religiosität, Antisemitismus, Anti-Naturalismus, Anti-Industrialismus, Anti-Intellektualismus.
Aus dem Inhalt: U.a. Zur Methode der Literaturwissenschaft - Der «Rembrandtdeutsche» als ein Repräsentant der Kulturkritik in den neunziger Jahren des 19. Jahrhunderts - Schlüssel zum Langbehnschen Konkurs - Der tragische Mystiker mit dem Ei.