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Chancen der Aktiengesellschaft und des Aktionärs

Das Department of Trade als Anwalt des Aktionärs und des öffentlichen Interesses nach englischem Gesellschafts- und Börsenaufsichtsrecht

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Christoph Friedrichs

In der gegenwärtigen Krise der AG als Organisations- und der Aktie als Investitionsform lässt sich als besondere Gefahr der Rückzug des Kleininvestors aus der Aktie feststellen. Eine Fortsetzung dieser Tendenz würde die Aktie als Anlageform noch mehr als bisher denjenigen überlassen, die in ihr nicht primär eine Kapitalanlage, sondern ein Instrument zur Verstärkung ihrer Marktmacht sehen. Dies würde den gesamtwirtschaftlich gefährlichen Hang zur Konzentration und Konzernierung noch verstärken. In dem Masse, in dem die wirtschaftliche Macht von und in AG's sich aber dem machtausgleichenden Konkurrenzmechanismus zu entziehen vermag, muss die grundsätzliche Frage nach der Privatrechtstauglichkeit der AG verstärkt gestellt werden. Um jene zu erhalten, müsste versucht werden, den Kleinanleger wieder in spürbarem Masse an der Aktie zu interessieren. Wie seine Position durch innerhalb oder ausserhalb der Gesellschaften liegende Massnahmen verbessert werden kann, wird in der vorliegenden Arbeit anhand einer eingehenden Betrachtung des englischen Aktienrechts und -markts untersucht. Es wird insbesondere die Möglichkeit einer massvollen staatlichen Aufsicht beschrieben, dem Aktionär den erforderlichen Schutz und dem Markt das nötige Vertrauen zu geben.
Aus dem Inhalt: Funktionen von Aktiengesellschaft und Aktie - AG-interne Machtverteilung - Aussen- und Innenkontrolle - Folge der fehlenden Machtbalance - Konzentrationstendenz - Möglichkeiten der Abhilfe - Das englische System - Mischung aus privatrechtlichen und hoheitlichen Mitteln - Das Department of Trade als Aktienamt - Seine gesellschaftsrechtlichen Befugnisse - Seine «Polizei»-Befugnisse - Aufsicht über den Aktienmarkt - Insiderkontrolle - Verhältnis zu den Organen der Selbstkonstrolle in der Londoner «City» - Anwendung auf die deutsche Situation.