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Die kartellrechtliche Beurteilung von Unterkostenpreisen marktmächtiger Unternehmen auf europäischer Ebene, im Vereinigten Königreich und in Deutschland

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Nadin Pia Sondermann

Niedrige Preise gelten allgemein als Ausdruck funktionierenden Wettbewerbs zum Wohle der Konsumenten. Sonderangebote unterhalb des Einstandspreises, die als so genannte «Lockvögel» der Preiswerbung dienen, wurden dagegen in der Presse zunehmend als Ursache für die auf dem deutschen Einzelhandelsmarkt stattfindende Konzentration und Verdrängung der kleinen und mittleren Anbieter verteufelt. Die Arbeit nimmt die öffentliche Diskussion anlässlich der Einführung des Verbots von Untereinstandspreisverkäufen zum Anlass, verschiedene Lösungsansätze im Umgang mit Unterkostenpreisen rechtsvergleichend zu untersuchen. Nach einer einleitenden Untersuchung der wirtschaftswissenschaftlichen Grundlagen und Erkenntnisse sollen die bestehenden Möglichkeiten einer wettbewerbsfördernden kartellrechtlichen Behandlung von Unterkostenpreisen aufgezeigt werden. Es wird untersucht, unter welchen Voraussetzungen und unter welchen Umständen Unterkostenpreise eine wettbewerbsschädigende Wirkung entfalten können und wie dies kartellrechtlich möglichst effektiv unterbunden werden kann.
Aus dem Inhalt: Predatory Pricing – Lockvogelangebote – Erkenntnisse der Spieltheorie – Europäisches Kartellrecht – AKZO – Tetra Pak II – Quersubventionen – Competition Act 1998 – Napp – Aberdeen Journals – GWB – Kampfpreisunterbietungen – Behinderungsmissbrauch – Untereinstandspreise – Rechtfertigungsgründe für Unterkostenpreise.