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Selbstthematisierung im Spiegel des Fremden

Nord-Süd-Antagonismus bei Stendhal

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Jasmin Lemke

Stendhal zählt nicht nur zu den bedeutendsten französischen Schriftstellern des 19. Jahrhunderts, sondern auch zu den aktivsten Europareisenden seiner Zeit. Sein Werk ist von einer permanenten Auseinandersetzung mit anderen europäischen Ländern geprägt, in der sowohl der Norden als auch der Süden und besonders deren Antagonismus eine wichtige Rolle spielen. Die Hinwendung zum Fremden ist vor allem im Hinblick auf das Eigene relevant: Stendhal thematisiert im Fremden sein eigenes Land sowie seine eigene Person. Auf Grundlage der Imagologie beleuchtet diese Untersuchung die mit der «Selbstthematisierung im Fremden» verbundenen Prozesse von Identitätskonstruktion und weist sie in verschiedenen Bereichen nach. Dabei stellt sich besonders der Norden als facettenreiches Untersuchungsgebiet heraus.
Die Autorin: Jasmin Lemke, geboren 1976, studierte Romanistik (Französisch, Italienisch) und Anglistik in Kiel und Lyon. Von 2003 bis 2006 war die Autorin Promotionsstipendiatin der Deutschen Forschungsgemeinschaft und Mitglied im Kieler Graduiertenkolleg Imaginatio borealis. 2006 schloss sie ihre Promotion in Kiel ab. Seit 2004 ist die Autorin Lehrbeauftragte an der Universität zu Kiel und seit 2006 außerdem Studienreferendarin in Kiel.