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Metaphertheorien der Antike und ihre philosophischen Prinzipien

Ein Beitrag zur Grundlagenforschung in der Literaturwissenschaft

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Dieter Lau

Der Autor analysiert die wichtigsten antiken Metaphertheorien unter dem Gesichtspunkt ihrer philosophischen Prinzipien. Er behandelt im ersten Hauptteil seines Buches die für die Bildung der späteren Metaphertheorien grundlegenden ontologischen, sprachphilosophischen, begriffs- und urteilslogischen Erkenntnisse vorsokratischer Denker und Platons, im zweiten die Vertiefung, Systematisierung und partielle Modifikation dieser Einsichten durch Aristoteles. Er zeigt weiter, wie Aristoteles wesentliche Elemente dieses Wissens instrumentalisiert, um bestimmte sprachliche Ausdrucksformen als Metaphern zu identifizieren und in ihrer dialektischen Grundstruktur zu erschließen. Der Interpretation der aristotelischen Metaphertheorie folgt im dritten Hauptteil die Darstellung postaristotelischer Metapherkonzeptionen griechischer und lateinischer Autoren. Die Untersuchungen erhellen den Weg metaphorologischer Begriffs- und Theoriebildung; sie leisten damit einen wissenschaftstheoretischen Beitrag zur Grundlagenforschung in der Literaturwissenschaft.
Aus dem Inhalt: Probleme und Perspektiven der modernen Metaphorologie – Die vorsokratische und platonische Grundlegung der analogischen, generischen, onomatischen Einheit, der Begriffs- und Urteilslogik – Aristoteles’ Konzeption der Metaphertheorie aus dem Geist der Philosophie – Metaphertheorien der hellenistischen Epoche: die Simplifikation der Formprinzipien und der Typologie.