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Ärztliches Ethos

Technikbewältigung in der modernen Medizin?

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Karl Hunstorfer

Dieses Buch setzt sich mit dem Schlagwort des Ärztlichen Ethos auseinander. Die moderne High-Tech-Medizin bietet dem ärztlichen Handeln Möglichkeiten zur Lebensrettung, wie Heilung und Linderung von schweren Erkrankungen, die es in der Medizingeschichte vorher nicht gab. Diese positive Seite der heutigen westlichen Medizin, auf der Grundlage der Naturwissenschaften beruhend, führt das ärztliche Handeln andererseits in Grenzgebiete menschlichen Daseins, in denen die angewandte Technik zur Frage nach der Sinnhaftigkeit dieser technischen Anwendungsmöglichkeiten führt. Medizintechnisches Können reichen aus der Sicht und Erfahrung der täglichen Praxis oft nicht aus in der gemeinsamen partnerschaftlichen Beziehung Arzt-Patient eine schwerwiegende Erkrankung zu bewältigen. Technisch sachliches Können des Arztes sollte gepaart sein mit menschlich charakterlichen und geistigen Grundhaltungen, die den Patienten als Menschen/Subjekt wahrnehmen. Die antike Lehre der Tugenden und ihre Weiterentfaltung im christlichen Glauben kann einen solchen Beitrag zu den Grundhaltungen des Arztes leisten. Das Ziel dieses Buches besteht darin, dieses im Sinne eines Diskussionsbeitrages im Rahmen der Medizinischen Ethik darzustellen.
Aus dem Inhalt: Der Dialog zwischen Theologie, Philosophie und Medizin – Konstitutive Elemente des ärztlichen Berufsethos - Der Hippokratische Eid - Arztbilder in der Medizingeschichte – Das Selbstverständnis der modernen Medizin und ihr gesellschaftlicher Kontext – Ethikkonzeptionen in der modernen Medizin - Versuch der Reduzierung eines Defizits? – Die Frage nach dem Sinn und der Bedeutung eines ärztlichen Ethos - die Tugenden als Grundhaltung eines ärztlichen Ethos.