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Südkoreanische Sozialpolitik im politischen Systemwechsel vom bürokratischen Autoritarismus zur delegativen Demokratie

Der Einfluss der Exekutive auf die Sozialversicherungen und die Sozialhilfeprogramme

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Shin-Yong Lee

Die Arbeit untersucht, wann und aus welchen Gründen sich die Merkmale der südkoreanischen Sozialpolitik verfestigt haben und inwieweit eine Kontinuität jenseits der Demokratisierung von 1987 wahrnehmbar ist. Um die Entwicklungstendenzen der südkoreanischen Sozialpolitik beleuchten zu können, wird in dieser Arbeit eine qualitative Längsschnittmethode angewendet, die sich auf eine längere Periode erstrecken soll. Die Untersuchung zeigt, dass sich die Sozialpolitik in der jungen koreanischen Demokratie, in der das Rechtsstaatsprinzip verletzt wird, zwar entwickelt, die soziale Sicherung der Staatsbürger allerdings aufgrund der rudimentären Leistungen der Sozialpolitik noch nicht gesichert ist. Zur weiteren Entwicklung der südkoreanischen Sozialpolitik ist demnach die Befolgung des Rechtsstaatsprinzips, das die klare Gewaltenteilung vorsieht, unabdingbar.
Aus dem Inhalt: Erklärungsansätze über die Sozialpolitik unter dem bürokratischen Autoritarismus und der delegativen Demokratie – Einführungsphase (1961-1963): Entstehung der Sozialpolitik unter der Militärjunta – Einführungs- und Ausbauphase I (1963-1987): Fortsetzung der Sozialpolitik unter dem bürokratischen autoritären Regime – Einführungs- und Ausbauphase II (1988-1997): Einfluss der Exekutive auf die Sozialpolitik mit der Entstehung der delegativen Demokratie – Aus- und Umbauphase (1998-2002): Fortsetzung der delegativen Demokratie und die Sozialreform der neuen Regierung - Diskontinuität in der Kontinuität.