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Edvard Griegs «Peer Gynt» (op. 23)

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Stephanie van Heesch

Edvard Grieg – der lyrische Miniaturist! An diesem schon früh gefällten Urteil hat auch der große Erfolg seiner Bühnenmusik zu Ibsens Drama Peer Gynt nichts ändern können. Im Gegenteil, sie ist inzwischen weitgehend vergessen zu Gunsten der beiden Peer Gynt-Suiten (op. 46, op. 55). Die Analyse ausgewählter Stücke der Bühnenmusik zeigt jedoch komplexe musikalische Strukturen, die auf ein zyklisches Prinzip hinweisen. Die formale und harmonische Gestaltung offenbart gleichermaßen traditionelle und innovative Elemente, die Grieg dramaturgisch geschickt einsetzt. Die Berücksichtigung des musikhistorischen Kontextes unterstreicht die Bedeutung dieses Werkes und beweist, dass die pauschale Beurteilung Griegs als «Meister der Kleinkunst» in dieser Weise nicht mehr aufrecht erhalten werden kann.
Aus dem Inhalt: Die Morgenstimmung (Nr. 13) als Ausgangspunkt des zyklischen Prinzips in der Bühnenmusik zu Peer Gynt – Die traditionelle Darstellung eines Unwetters in Peer Gynts Heimkehr. Stürmischer Abend auf dem Meer (Nr. 21) – Der Schiffbruch (Nr. 22): Der Weg in die Atonalität.