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«O Death, thou comest when I had thee least in mind!»

Der Umgang mit dem Tod in der mittelenglischen Literatur

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Matthias Galler

Die Arbeit zeigt anhand repräsentativer Beispiele, wie die mittelenglische Epoche das Phänomen des Todes literarisch verarbeitet. Dazu wird eine Vielzahl von Werken aus dem Zeitraum von 1250 bis 1500 besprochen, mitunter ergeben sich überraschende Neuinterpretationen. Innerhalb der christlich motivierten Literatur kontrastieren Heilspessimismus und -optimismus, die Romanzenliteratur verarbeitet Gedankengut keltischen Ursprungs, die Balladen heidnischen Aberglauben. Geoffrey Chaucer bietet schließlich eine Fülle von Deutungsweisen des Todes, teilweise gestützt auf die Philosophie des Boëthius. Die schmerzhafte Einsicht des Menschen in seine Sterblichkeit eröffnet im englischen Mittelalter einen reichhaltigen literarischen Diskurs, der gerade uns heute, die wir Gedanken an Tod und Sterben gerne verdrängen, zu einem besseren Verständnis unseres Menschseins zu führen vermag.
Aus dem Inhalt: «Literarische Texte der mittelenglischen Epoche»: Todeslyrik des 13. bis 15. Jahrhunderts; Lydgates Version des Totentanzes; die mittelenglische Version der Legende von den drei Lebenden und den drei Toten; Dan Michaels Ayenbite of Inwyt; The Prick of Conscience; Death and Liffe – Mittelenglische und mittelschottische hagiographische Texte: Pearl; Ars-moriendi-Literatur – Moralitäten: The Pride of Life; The Castle of Perseverance und Everyman – Mittelenglische Versromanzen: Floris and Blancheflour; Sir Gawain and the Green Knight; Morte Arthure; Le Morte Arthur und Sir Orfeo – Werke von Geoffrey Chaucer: The Book of the Duchess; The Knight’s Tale; Troilus and Criseyde; The Pardoner’s Tale und The Legend of Good Women – Englische und schottische Volksballaden.