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Der Wiedereinstellungsanspruch nach betriebsbedingter Beendigung des Arbeitsverhältnisses

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Hyuk Kwon

Die Kündigung muss ihrer Natur nach zukunftsbezogen sein, da die soziale Rechtfertigung der Kündigung das Fehlen einer Möglichkeit voraussetzt, das Arbeitsverhältnis fortzusetzen. Die Entscheidung über die Fortsetzungsmöglichkeit ist rechtsnaturgemäß ein Wahrscheinlichkeitsurteil. Sie kann sich nachträglich als falsch erweisen, wenn sich die zur Kündigung führenden Umstände wesentlich verändert haben. Hier geht es um Fehlprognoserisikoverteilung. Im Rahmen einer Kompensation des Fehlprognoserisikos ist der Wiedereinstellungsanspruch richterrechtlich geschaffen worden. Bei der dogmatischen Einordnung des Wiedereinstellungsanspruchs steht man vor dem immer wieder entstehenden klassischen Konflikt zwischen dem Interesse des Arbeitnehmers an Bestandsschutz und dem Interesse des Arbeitgebers an Vertragsfreiheit. Deshalb ist der Akzent auf die Abwägung der beiden Interessen zu legen.
Aus dem Inhalt: Dogmatische Ursachen des Wiedereinstellungsanspruchs nach betriebsbedingter Kündigung – Dogmatische Herleitung des Wiedereinstellungsanspruchs – Inhalt des Wiedereinstellungsanspruchs des betriebsbedingt gekündigten Arbeitnehmers – Sachliche Begrenzung des Wiedereinstellungsanspruchs – Auswahl bei der Wiedereinstellung nach betriebsbedingter Massenkündigung – Geltendmachung des Wiedereinstellungsanspruchs.