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Märchen als Mädchenliteratur

Mädchenbilder in literarischen Märchen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts

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Moon Sun Choi

Die Arbeit untersucht die Darstellungen weiblicher Kindheit und Adoleszenz in ausgewählten Märchen der Aufklärung, der Romantik und des Biedermeier. Dabei werden Veränderungen in den Mädchenbildern deutlich, die in Zusammenhang mit den gesellschaftlichen und geistesgeschichtlichen Entwicklungen des Modernisierungsprozesses im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert stehen. Die Etablierung bürgerlicher Lebensformen und Werte in der Gesellschaft korrespondiert mit einer zunehmenden Verbürgerlichung der Mädchenfiguren in den Märchen. Sie schlägt sich nieder in gewandelten Konzepten von Liebe, Ehe und Sexualität, in neuen Tugenden und Aufgaben, die mit Mädchen in Verbindung gebracht werden. Die Arbeit möchte der Erforschung literarischer Weiblichkeitsbilder einen neuen Untersuchungsgegenstand eröffnen.
Aus dem Inhalt: Die Stellung des Märchens in Aufklärung, Romantik und Biedermeier – Kriterien der Partnerwahl in den Märchen der Aufklärung – Einzelanalysen ausgewählter Märchen von: Wieland, Musäus, Tieck, E.T.A. Hoffmann, A. L. Grimm, Ernst Moritz Arndt, Brüder Grimm, Amalia Schoppe, Hermann Kletke, Robert Reinick.