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Humanes Überschußgewebe – Möglichkeit der Verwendung für die Forschung?

Analyse der rechtlichen, ethischen und biomedizinischen Voraussetzungen im Ländervergleich

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Sabine Lebert

Menschliches Gewebe, das Patienten bei Operationen oder Blutentnahmen entnommen wurde und das für weitere Diagnostik oder Therapie nicht mehr gebraucht wird, ist Grundlage für die medizinische Forschung. Insbesondere die Durchführung von Gentests an solchem Überschußgewebe stellt die behandelnden Ärzte, Pathologen, Gewebebanken, Ethik-Kommissionen, Forscher und betroffenen Patienten vor unterschiedliche Rechtsfragen. Diese betreffen die Eigentumsfrage, Einwilligung, Anonymisierung, den Datenschutz, grundrechtlichen Persönlichkeitsschutz und das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Das Werk bietet eine umfassende Bestandsaufnahme der derzeit maßgeblichen rechtlichen und ethischen Bestimmungen in Deutschland, England und den USA einschließlich internationaler Regelungen zur Verwendung und Lagerung von Überschußgewebe. Es erarbeitet Lösungsmöglichkeiten, wie Gewebebanken unter den derzeitigen Vorgaben betrieben werden können.
Aus dem Inhalt: Humanes Überschußgewebe: Entstehung, Verwendung, DNA-Technologie – Ärztliche Schweigepflicht, eigentumsrechtliche Zuordnung, Persönlichkeitsschutz, Bundesdatenschutzgesetz, bereichsspezifische Gesetze – Das besondere Problem: genetische Daten – Gentests: Einwilligung, Anonymisierung, Risiken für Patienten – Ethik-Kommissionen: Geschichte, Aufgaben, gesetzliche Regelungen, Ethik-Kommissionen im Ausland – Internationale Regelungen im Bereich Biomedizin – Regulierungsrahmen Englands und der USA – Gendatenbanken weltweit.