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Europa-Konzeptionen der Neuen Rechten

Unter besonderer Berücksichtigung Frankreichs, Italiens und Belgiens

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Adelheid Zinell

Kernfrage dieser historischen Untersuchung war, wann, warum und unter welchen Voraussetzungen sich der traditionelle Nationalismus neuer rechtsextremer Bewegungen in Westeuropa nach dem Zweiten Weltkrieg in eine pro-europäische Haltung gewandelt hat? Von der französischen Denkschule des GRECE ausgehend breitete sich die Neue Rechte ab Ende der sechziger Jahre über ganz Europa aus. Es gelang ihr dabei, an den Modernisierungsversuchen der rechtspopulistischen Parteien entscheidend mitzuwirken. Von den Ideen der Konservativen Revolution, den Faschismen sowie des europäischen Neofaschismus ausgehend hat die Neue Rechte allmählich ganz eigenständige Denkfiguren wie den Ethnopluralismus und die Idee von der Einheit in der Differenz in einem europäischen Reich entwickelt. Ihre Autoren wollen trotz aller Rückschläge ihren Kulturkampf um die Bewahrung der «europäischen Identität» fortführen.
Aus dem Inhalt: Definitionsansätze: Begriff und Abgrenzung – Traditionen rechter Europavorstellungen: Europa und die Konservative Revolution; Europa und der Nationalsozialismus; Europa und die faschistischen Intellektuellen – Alte-Rechte - Neue Rechte: Frankreich: Von Jeune Nation zum Mégretismus; Italien: Vom faschistischen Erbe zu neuen Synthesen – Belgien: Flandern: Der Rassismus verdrängt die Flämische Frage; Der francophone Landesteil: Vom belgischen Staatsnationalismus zum europäischen Supra-Nationalismus – Wendepunkte: Von der Entkolonialisierung bis zur Eurorechten – Nouvelle Droite - Nuova Destra - Nieuwe Rechts: Nouvelle Droite (Frankreich); Nuova Destra (Italien); Nouvelle Droite und Nieuwe Rechts (Belgien) – Schlußbetrachtungen: Über Fragen der europäischen Identität.