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Die Afrikapolitik Frankreichs 1956-1990

Ideen, Strategien, Paradoxien

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Christopher Walsch

Diese Arbeit untersucht die Rolle Frankreichs auf dem afrikanischen Kontinent in der Zeit des Kalten Krieges. Sie zeigt, mit welchen Politikinstrumenten sich Frankreich Einfluss sichern und aufrecht erhalten konnte, trotz formaler Unabhängigkeit der afrikanischen Staaten. Im Zentrum steht die Rolle Frankreichs während des politischen Machttransfers in der formativen Zeit unmittelbar vor und nach 1960. Einfluss wurde perpetuiert durch wechselnde Strategien Frankreichs, sich unter dem Schirm des bipolaren Systems als alternative Weltmacht und dabei als «Freund des Südens» zu präsentieren. Methodisch wird das diachrone Schema aufgebrochen zugunsten einer synchronen Analyse dreier strukturell relevanter Ebenen: das internationale System, das politische Regime, sowie die politische Kultur des Handelns. Ihre Dichte und Interdependenz eröffneten Frankreich Handlungsspielräume, die zu jenem Selbstverständnis beitrugen, das als Ziel französischer Außenpolitik galt, nämlich eine Großmacht mit Weltgeltung zu sein.
Aus dem Inhalt: Frankreich und Afrika. Theoretische Erklärungsmuster und Konzepte – Teile und Herrsche. Frankreich und Afrika im internationalen System – Wo ist «Papa»? Politisches Regime und Institutionen – Hinter verschlossenen Türen. Politische Kultur – Größe als Projektion. Ideen und Paradoxien französischer Außenpolitik.