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Der mittelhochdeutsche Prosa-«Lancelot»

Eine entstehungs- und überlieferungsgeschichtliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Handschrift Ms. allem. 8017-8020

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Katja Rothstein

Dieser Arbeit zur Entstehungs- und Überlieferungsgeschichte des Prosa- Lancelot, der mittelhochdeutschen Übersetzung des vom 12. bis zum 16. Jahrhundert in ganz Europa begeistert aufgenommenen Lancelot en prose, lag die Idee zugrunde, dass eine Neuuntersuchung der Überlieferung, insbesondere der Verwandtschaftsverhältnisse der uns heute noch überlieferten Handschriften, unter Einbeziehung der in der Forschung bisher nur wenig beachteten frühneuhochdeutschen Pariser Handschrift (a) aus dem 16. Jahrhundert zu neuen Ergebnissen bezüglich der Frage führen könnte, ob hier tatsächlich, wie seit den 50er Jahren diskutiert, nicht der französische Roman als Vorlage der Übersetzung diente, sondern eine mittelniederländische Übersetzung dieses Romans ins Deutsche übertragen wurde. Die gründliche Untersuchung der verschiedenen Textzeugen und vor allem eben der Handschrift a führte darüber hinaus zur Behandlung der Frage der Rezeptionssituation des Prosa- Lancelot im Spätmittelalter, die zeigt, dass die Lancelot-Rezeption auch im deutschsprachigen Raum nicht auf einige wenige Zentren beschränkt war.
Aus dem Inhalt: Überlieferungsgeschichtliche Untersuchung unter besonderer Berücksichtigung der Pariser Handschrift (a) – Neudiskussion der Frage einer mittelniederländischen Vorstufe der mittelhochdeutschen Übersetzung durch Untersuchung der Nederlandismen im Text – Untersuchung der Rezeptionssituation im 15. und 16. Jahrhundert.