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Die Darstellung des Nationalsozialismus in der Literatur

Eine vergleichende Untersuchung am Beispiel von Texten Brechts, Th. Manns, Seghers' und Hochhuths

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Peter Epp

Untersuchungsgegenstand ist die Aufnahme des Themenkomplexes «Nationalsozialismus» am Beispiel von vier literarischen Texten. Grundlage ist ein Überblick über Positionen der Faschismusforschung und die Multikausalität der Faschisierung Deutschlands. Auf dieser Basis wird die selektive Perspektivik der Autoren in Relation zu politisch-philosophischen Prämissen aufgezeigt. Ausgehend von der Überlegung, dass die Selektivität von Wirklichkeitserfahrung die formal-inhaltliche Befindlichkeit des Werks bestimmt, untersucht der Verfasser Brechts Technik der Analogisierung separater realer Ereignisabläufe und ihrer Projektion in die Spielhandlung, Seghers' Bemühen um Widerspiegelung gesellschaftlicher Totalität in einem Ensemble konkreter Figuren, Manns Konzept modellhafter Wiedergabe von Historie in der individuellen Künstlerexistenz und R. Hochhuths Versuch, durch Verfügung tragischer und epischer Elemente historische Realität als Produkt individueller Moral auszuweisen.
Aus dem Inhalt: Faschismustheorien - Die Vorgeschichte des «Dritten Reichs» - Brecht-Theater und Marxismus - Unmittelbarkeit und Parteilichkeit im Roman A. Seghers': Die «mehrsträngige Chronikkonzeption» - Th. Mann: Mehrdeutigkeit und Perspektivismus - «Doktor Faustus» als Zeitroman - Fiktion und Realität im Dokumentartheater Hochhuths etc.