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Ein neues «ius divinum»?

Zur Theologie des Rechts der Bahá’í

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Tajan Tober

Das im 19. Jahrhundert im heutigen Iran entstandene Bahá’ítum ist nach seinem Selbstverständnis und religionswissenschaftlicher Einordnung eine Weltreligion. Als dezidierte Rechtsreligion verfügt es über ein Offenbarungsrecht, dessen Kern ein Rechtssetzungsrecht bildet – ermächtigt wird eine demokratisch zu bestellende Körperschaft, die das Offenbarungsrecht anwendbar machen und ergänzen soll. Die Arbeit unternimmt es, die theologischen Grundlagen dieses Bahá’í-Rechts aufzuarbeiten. Sie untersucht den in der Bahá’í-Schrift dokumentierten theologischen Zusammenhang, auf den dieses Recht seinen Inhalt, seine Ansprüche und Funktionen zurückführt. Im Rahmen der Darstellung von vier rechtstheologischen Dimensionen weist sie das Bahá’í-Recht als ius divinum aus.
Aus dem Inhalt: Das Bahá’ítum - eine Einführung – Zu den Quellen, Strukturen, Inhalten und zum Begriff des Bahá’í-Rechts – Das Recht der Bahá’í in vier rechtstheologischen Dimensionen – Das Bahá’í-Recht als ius divinum – Das ius divinum der Bahá’í und die Pluralität der Religionen – Das Bahá’í-Recht im Kontext der Religionsgeschichte und in eschatologischer Perspektive.