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Franz Kafkas Roman-Trilogie

Rationalismus und Determinismus- Zur Parodie des christlich-religiösen Mythos

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Gernot Wimmer

In hermeneutischer Herangehensweise werden in diesem Band die Bedeutungsmuster in Kafkas Roman-Trilogie freigelegt und deren Zusammenhänge hergestellt, was zu erstaunlichen Ergebnissen führt. Nach Kafka ist der Sündenfall selbst auf das ausweglos determinierte irdische Dasein zurückzuführen, was eine Umkehrung biblischer Glaubenswerte nach sich zieht: Nicht der Mensch hat sich einst an der göttlichen Ordnung versündigt, sondern der Schöpfer an seinen Kreaturen selbst.
Aus dem Inhalt: Der Verschollene; zwischen darwinistischer Versuchsanordnung und religiös-philosophischer Stellungnahme – Der Proceß; der Übertritt der materialistischen Existenz des Josef K. ins metaphysische Nichts – Das Schloß; die Suche des selbst ernannten Landvermessers K. nach der inneren Logik der metaphysischen Ordnung.