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Stereotype versus Vorurteile: Welche Rolle spielt der Autoritarismus?

Ein empirischer Beitrag zur Begriffsbestimmung

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Angela Kindervater

Menschen können ihren Alltag nicht ohne Informationsreduktionen bewältigen. In den Sozialwissenschaften werden die Begriffe Stereotyp und Vorurteil verwendet, um Prozesse der Informationsverarbeitung zu beschreiben und zu analysieren. Jedoch werden Stereotyp und Vorurteil oft synonym gebraucht. In dieser Arbeit wird untersucht, welche Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen diesen beiden Begriffen bestehen. Die empirischen Ergebnisse zeigen, dass Autoritarismus ein Persönlichkeitsfaktor ist, der vorhersagt, ob verwendete Vereinfachungen einfach nur harmlose Orientierungshilfen in einer komplexen Welt sind oder ob mit ihnen auch Abwertungen anderer Menschen verknüpft sind. Ein zentrales Ergebnis der empirischen Analyse ist, dass nicht jede normativ negative Beschreibung anderer Menschen Ausdruck einer Diskriminierung sein muss, die zu generalisierter Ausländerablehnung führt.
Aus dem Inhalt: Die kognitionspsychologische und die psychodynamische Perspektive – Darstellung der Analysestrategien: der variablenorientierte und der personenorientierte Ansatz – Stichprobe und Messinstrumente – Analyse (Strukturgleichungsansatz und Clusteranalysen) – Interpretation der Ergebnisse.