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Die Suche nach den ersten Amerikanern

Entstehung, Rezeption und Auswirkungen von Ursprungsideen

Helga Gemegah

Bereits im 16. Jahrhundert begann die Suche nach der Herkunft der ersten Amerikaner. Dabei ging man von Anfang an von einem externen Ursprung und daher entweder von maritimen Kontakten aus der Alten Welt oder von einer Besiedelung aus Asien über eine Landbrücke aus. Diese Vermutungen wurden selten kritisch betrachtet, weil Ursprungsideen trotz vieler Ungereimtheiten die Besiedelungsforschung Amerikas erheblich beeinflusst haben. Diese Vorstellungen führten zudem zu zahlreichen Vergleichen zwischen den Sprachen und Kulturen der Völker Amerikas und Asiens. Anhand der Entstehung und Rezeption von Ursprungsideen sowie ihrer Auswirkungen auf Literatur und Wissenschaft wird in der Arbeit untersucht, ob Ursprungsideen eine ernstzunehmende Grundlage für die Besiedelungsforschung Amerikas sind oder ob sie zu den wissenschaftshemmenden Weltbildern vergangener Jahrhunderte gehören.
Die Autorin: Helga Gemegah studierte Sinologie und Altamerikanistik an der Universität Hamburg und promovierte in Romanistik an der Universität Bremen über José de Acostas Ursprungsidee. Es folgten Lehraufträge in Mesoamerikanistik an der Universität Hamburg sowie Publikationen und Kongressbeiträge u. a. zu Fragen der Besiedelung Amerikas.