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Wahl und Krönung in Zeiten des Umbruchs

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Ludolf Pelizaeus

Die Tagung «Wahl und Krönung in Umbruch und Endzeit» wurde vom Interdisziplinären Arbeitskreis Kurmainz und der Erzkanzler des Reiches an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz ausgerichtet und liegt hiermit als Tagungsband vor. Ausgehend von der Situation in Kurmainz, von der Person und dem Amt des Reichserzkanzlers, wird eine vergleichende interdisziplinäre europäische Betrachtung auf Umbruchsphasen vom 13. bis zum 19. Jahrhundert für Krönung und sakrales Verständnis unternommen. Im vorliegenden Band werden die Sakralität von Königtum oder Kaisertum und die Rolle der Geistlichen einerseits, die Bedeutung der Medien, sowie Veränderungsprozesse im Zeremoniell und der Musik andererseits untersucht. Die Ergebnisse des Kolloquiums stellen einen Beitrag zur Frage der Charakteristika von Umbruchszeiten in vergleichender europäischer Sicht dar.
Aus dem Inhalt: Ludolf Pelizaeus: Einführung – Hiram Kümper: «Groth gethone» schallt ins Reich. Ein Versuch über Königswahl und -krönung Maximilians I. als vormodernes Medienereignis an der Schwelle zur Neuzeit – Martin Kintzinger: Sakrale Repräsentation bei der Thronsukzession der Könige von Frankreich im Spätmittelalter – Jörg Rogge: «Tum quia regalis unctio in anima quicquam non imprimit…». Zur Bedeutung von Königskrönungen und Königssalbungen in England und im römisch-deutschen Reich während des Spätmittelalters – Rolf Decot: Umbruch durch Reformation! Geistliche Kurfürsten und Päpste angesichts fortschreitender Säkularisierung des Kaisertums – Thorsten Hindrichs: Bemerkungen zur politischen Funktion der Hofkapelle im 16. Jahrhundert am Beispiel der Habsburger Hofkapelle unter Filippo di Monte – Arno Paduch: Die Mainzer Hofkapelle und die musikalische Ausgestaltung der Frankfurter Wahl- und Krönungsmessen – Christian Freigang: Der Frankfurter Dom als Wahlort der deutschen Könige. Architektonische, liturgische und politische Aspekte – Josef J. Schmid: Imperator Russiæ - monarchische Traditionsstiftung in vermeintlich antitraditioneller Umbruchszeit – Ludolf Pelizaeus: Konstitution und Sakralität. Reformpläne am Ende des Alten Reiches – Wilhelm Brauneder: Kaiserwürde durch Verwaltungsakt: Der österreichische Kaisertitel von 1804.