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«Herrschen lernt sich leicht, regieren schwer»

«Leadership» und Herrschaftsform im Deutschland des 20. Jahrhunderts

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David Martin Wineroither

Das Buch versucht die negative Korrelation von «leadership» und steigendem Demokratisierungsgrad im Staat und letztlich auch in der Gesellschaft in (system-)vergleichender Empirie und (Demokratie-)Theorie nachzuzeichnen. Ausgangspunkt ist die idealtypische Vorstellung individueller politischer Führung als herrschaftliche Willkür. Die Auswahl der Fallbeispiele orientiert sich an der personalen Prägung von Politik in Relation zur demokratisch-konsolidierten Qualität eines politischen Systems. (West-)Deutschland erlebte gemäß obiger Konzeption die ganze Bandbreite möglicher Führungstypen: vom «absoluten Diktator» (Hitler) über einen Begründer von «Kanzlerdemokratie» (Adenauer) bis zum Reformer mit – indirektem – Anspruch auf «leadership» (Brandt).
Aus dem Inhalt: «Leadership» und Herrschaftsform – Politik: Das Rohmaterial von «leadership» – Krise und Konsolidierung von Demokratien – Demokratische «Außenleitung» – Inszenierung von «leadership» – Hitler als «Quellenproblem» – Brandts «Wagnis» der Demokratisierung – Adenauers «Kanzlerdemokratie» – Demokratietheorien, Exekutivmacht und «leadership».