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Perlokutionäre Kräfte

Lexikalisierte Wirkungen sprachlicher Äußerungen im Deutschen

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Sven Staffeldt

Über Sprechakte reden bedeutet für Sprechakttheoretiker in der Regel über Illokutionen reden. Seltsamerweise, denn sprechend zu wirken ist der wesentliche Antrieb für verbale Kommunikation. Eine der interessantesten Fragen dürfte doch wohl sein, wie Sprechende es schaffen, vermittels des Gesprochenen so zu wirken, wie sie wirken. Welches Bewirkungspotential haben Äußerungen? Um diese Frage beantworten zu können, muss man wissen, welche Wirkungen überhaupt erzielt werden können. Dieses Wissen hat sich im Sprachschatz sedimentiert. Die große Anzahl einfacher Verben wie überzeugen, überreden oder überraschen zur Bezeichnung von Akten mit Effekten lässt den hohen Stellenwert perlokutionärer Kräfte im Deutschen erkennen. In dieser Arbeit wird mittels der Analyse der Vernetzung perlokutionärer Ausdrücke, des Systems der Querverweise in Bedeutungsangaben und Belegstellen, die lexikalische Struktur des Perlokutionären freigelegt.
Aus dem Inhalt: Forschungsüberblick – Reintegration der Perlokution in die Sprechakttheorie – Erarbeitung eines begrifflichen Fundaments – Identifizierung und Beschreibung emotionaler perlokutionärer Kräfte.