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Georg Simmels Religionstheorie in ihren werk- und theologiegeschichtlichen Bezügen

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Christine Pflüger

Georg Simmel hat innerhalb seines philosophischen Werks eine eigene Religionstheorie entworfen, die auf die Begründung einer undogmatischen und auf die Subjektivität konzentrierten Gestalt von Religion zielt. Ausgehend von Simmels Kant-Rezeption rekonstruiert die Verfasserin die Prinzipien dieser Religionsphilosophie, die ihre spezifischen Pointen durch die Aufnahme grundlegender Einsichten der liberalen Theologie von Friedrich Schleiermacher, Albrecht Ritschl und Adolf von Harnack gewinnt. Die Autorin arbeitet heraus, dass Simmel auf dieser Grundlage die Frage nach der Bedeutung der Religion in der modernen Welt beantwortet und mit dem Begriff der Seele eine Kategorie in den Vordergrund stellt, die im theologischen und metaphysischen Diskurs der Gegenwart wieder entdeckt wird.
Aus dem Inhalt: Neukantianismus – Unterscheidung Form und Inhalt – Selbständigkeit der Religion – Religion als Lösung der Konfliktsform von Freiheit und Bindung – Vereinbarkeit von Individualität und Sozialisation – Wesensbestimmung des Christentums – Unendlicher Wert der Menschenseele – Religiöse Kunst.