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Im Brennpunkt: Literaturübersetzung

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Wolfgang Pöckl

Das Schicksal literarischer Übersetzungen wird von einer Vielfalt von Faktoren bestimmt. ÜbersetzerInnen und ihre translationstheoretischen Überzeugungen sowie die oft präzisen Vorgaben von Verlagen – z.B. bezüglich Umfang der Publikation, Anmerkungsapparat, sprachlicher Färbung – haben erheblichen Einfluss auf die Gestalt der Texte. Deren Rezeption wiederum wird nachhaltig etwa durch Besprechungen in der Presse oder durch wichtige Auszeichnungen, die einem/r Übersetzer/in verliehen werden, gesteuert. Die Beiträge illustrieren das Zusammenwirken solcher Aspekte an unterschiedlichen Konstellationen, wobei das Panorama der Texte von antiken Klassikern über frühneuzeitliche Reiseberichte bis zu zeitgenössischer Höhenkammliteratur – z.B. Elfriede Jelinek – reicht. Das Spektrum der Zielsprachen umfasst neben Deutsch auch Italienisch und die Kreolsprache Papiamentu.
Aus dem Inhalt: Lew Zybatow: Literaturübersetzung im Rahmen der Allgemeinen Translationstheorie – Rainer Kohlmayer: Mediale Voraussetzungen und strukturelle Besonderheiten des Literaturübersetzens. Reflexionen eines Praktikers – Karlheinz Töchterle: Im Spannungsfeld zwischen Ausgangs- und Zielsprache: Zur Geschichte des Übersetzens aus den alten Sprachen – Irene Weber Henking: Das Centre de Traduction Littéraire de Lausanne – Marlies Straub: Ein Bolero für den Kommissar von Lorenzo Lunar Cardedo: Literarisches Übersetzen aus dem Kubanischen – Peter Holzer: Übersetzerpreise für literarische Übersetzungen - wichtiges Instrument der Evaluierung übersetzerischer Leistungen – Saverio Carpentieri: Melchiorre Cesarotti als Übersetzer – Eva Eckkrammer: Ausbaufaktor literarische Übersetzung zwischen Planung und Willkür. Am Beispiel kreolischer Sprachen – Johann Pögl: Ein translatorischer ‘Kamelritt’. Das Itinerarium des portugiesischen Orientreisenden António Tenreiro und seine deutsche Übersetzung – Waltraud Kolb: I and I ways. Die Sprache der Rastafari in deutscher Übersetzung – Angelika Moser: Elfriede Jelinek: Übersetzerische Rezeption in Italien.