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Berufliche Weiterbildung, Arbeitsmarkt und Region

Empirische Untersuchungen in ausgewählten Teilräumen unter besonderer Berücksichtigung der Teilnehmer in AFG-geförderten Bildungsmassnahmen

Series:

Rolf Dobischat and Herbert Wassmann

Das übergeordnete Forschungsziel bestand darin, Strukturdaten von Teilnehmern an der institutionalisierten beruflichen Weiterbildung in einen Kontext mit regionalspezifischen bevölkerungs-, wirtschafts- und weiterbildungsrelevanten Daten zu setzen, um aus diesem Bedingungsgefüge Zusammenhänge zwischen Regionalstruktur und Weiterbildungschancen ableiten zu können und die Ergebnisse für die berufliche Weiterbildungsplanung und -politik nutzbar zu machen. Dabei wurde das besondere Augenmerk auf Teilnehmergruppen mit formalen Qualifikationsdefiziten und demzufolge hohen Arbeitsmarktrisiken gelenkt, zumal diese Personengruppe in geringem Umfang an der beruflichen Weiterbildung teilnehmen. In der Untersuchung wird u.a. der Frage nachgegangen, inwieweit die öffentlich-geförderte berufliche Weiterbildung nach dem AFG in unterschiedlich strukturierten Regionen solche, aus der individuellen Bildungs- und Berufsbiographie mitgebrachten Benachteiligungen kompensieren oder negativ verstärken können; bzw. welche zusätzlichen Benachteiligungen sich aus der Situation des regionalen beruflichen Weiterbildungssystems im Hinblick auf die Teilnahmechancen ergeben können. Die Untersuchungen wurden in ausgewählten Teilräumen in den Bundesländern Hessen und Nordrhein-Westfalen durchgeführt.
Aus dem Inhalt: Als allgemeines Resümee konnte festgestellt werden, dass die globale Beschäftigungskrise zur Polarisierung von Arbeitsmarkt- und Weiterbildungschancen zwischen verschiedenen Arbeitskräftegruppen geführt hat, wobei sich regionale Gesichtspunkte noch verschärfend auf diese Ungleichheiten auswirken. Regionale Ungleichgewichte erhöhen den Problemdruck und erfordern einen regionalen Handlungszwang im Sinne von adäquaten arbeitsmarktpolitischen Strategien zum Abbau regionaler Disparitäten.