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Die Kompetenzverteilung zwischen Verwaltung und Hauptversammlung bei Strukturänderungen im deutschen und englischen Aktienrecht

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Sven Labudda

Die wieder stark steigenden Kurse an den Aktienmärkten und die Erinnerungen an den Börsencrash 2001 werfen die schon oft gestellte Frage der Kontrollmöglichkeiten der Aktionäre in einer Aktiengesellschaft wieder verstärkt auf. Dabei sind das Kontrollinteresse der Aktionäre auf der einen Seite und die Entscheidungsfreiheit des Managements auf der anderen Seite gegeneinander abzuwägen. Dieses Buch untersucht die Reichweite der Verwaltungskompetenzen bei Strukturänderungen unter besonderer Berücksichtigung der «Holzmüller»-Doktrin und der daran anknüpfenden «Gelantine»-Rechtsprechung des Bundesgerichtshofes. Dabei wird dem Themenkomplex, ob ein Interesse und die Fähigkeit des einzelnen Aktionärs als Investor besteht, Strukturänderungen zu beurteilen und mitbestimmen zu können, besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Anhand eines Vergleichs mit dem englischen Recht und den dort gemachten Erfahrungen wird ein Lösungsansatz für die auch noch nach der «Gelantine»-Entscheidung bestehenden Unsicherheiten bezüglich der Reichweite der Vorstandskompetenz bei gewissen Strukturänderungen erarbeitet.
Aus dem Inhalt: Verwaltungskompetenzen bei Strukturänderungen in der Aktiengesellschaft (Ausgliederung, Umstrukturierung, Beteiligungserwerb, Beteiligungsveräußerung, Abwehrmaßnahmen gegen Übernahmeangebote, Börseneinführungen, Delisting, Konzernleitungskontrolle) – Beschränkungen der Verwaltungskompetenzen – Hauptversammlungskompetenzen – «Holzmüller»-Rechtsprechung – «Gelantine»-Rechtsprechung – Aktionärsmitbestimmungsinteresse – Vergleich mit dem englischen Aktienrecht, insbesondere Chapter 10 der Listing Rules.