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Aktionärsschädigende Pflichtverletzungen

Ein Beitrag zur Verantwortlichkeit des Vorstands der Aktiengesellschaft

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Menso Engelmann

Das Thema des Buches ist die Haftung der Leitungsmitglieder der Aktiengesellschaft gegenüber den Aktionären. Die Studie zeigt zunächst unter Beschreibung des bestehenden Haftungssystems im Binnenrecht der AG, dass nach derzeitigem Verständnis eine Schutzlücke zu Lasten der Anteilseigner besteht. Beispiele finden sich etwa im Bereich der Vereitelung von Übernahmeversuchen oder des ungerechtfertigten Bezugsrechtsausschlusses bei Ausübung eines genehmigten Kapitals. Diese Fälle lassen sich gemeinsam als aktionärsschädigende Pflichtverletzungen beschreiben, bei denen insbesondere der Vorstand eine Pflichtverletzung gegenüber der Gesellschaft begeht, die Folge der Pflichtverletzung aber ausschließlich eine Schädigung des Aktionärs und nicht der AG ist. Die Untersuchung verfolgt mehrere Ansätze zur Schließung dieser Lücke und zeigt, dass bereits nach geltendem Recht der Aktiengesellschaft in diesen Fällen ein Ersatzanspruch des Aktionärs aus §§ 280 Abs. 1, 311 Abs. 3 BGB unter dem Gesichtspunkt der Dritthaftung besteht.
Aus dem Inhalt: Gefährdung der Aktionäre – Schutzlücke zu Lasten der Aktionäre – Klagegestützte Corporate Governance – Aktionärsklage de lege lata – Rechtsfolgen einer Klagemöglichkeit.