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«Manita en el suelo» von Alejandro García Caturla und Alejo Carpentier

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Silke Meier

In seiner Oper Manita en el suelo auf ein Libretto des bekannten Schriftstellers Alejo Carpentier (1904-1980) verwendete der kubanische Komponist Alejandro García Caturla (1906-1940) afrokubanische Elemente und leistete damit einen Beitrag zur Bewegung des Afrocubanismo, der eine kulturelle Erneuerung Kubas auf der Basis der afrikanischen Kulturbestandteile anstrebte. Neben der für das Verständnis der Oper notwendigen Darstellung von Komponenten der afrokubanischen Kultur und einer detaillierten Librettoanalyse konzentriert sich die Arbeit auf die Bestandsaufnahme und Interpretation der musikalischen Quellen. Dank der Auswertung des hier erstmals in Teilen veröffentlichten Kompositionsmanuskriptes eröffnet die Untersuchung einen Zugang zu einem der originellsten lateinamerikanischen Bühnenwerke des 20. Jahrhunderts.
Aus dem Inhalt: Die afrokubanische Kultur: Eine Einführung in deren Religion, Literatur und Musik – Der Afrocubanismo und der Grupo Minorista – Carpentier als Librettist – Einflüsse und Vorbilder des Komponisten Caturla – Die Genese und Rezeptionsgeschichte von Manita en el suelo – Danzón, Guajira und Son: Beispiele für die von Caturla verwendeten Gattungen afrokubanischer Musik – Der Baile de Santo: Aspekte der Vertonung eines afrokubanischen Rituals – Anmerkungen zu Caturlas Instrumentationstechnik.